Der ultimative Buying Guide

Einleitung

In dem Produkt-Dschungel rund um Fotografie und alles was dazu gehört kann man sich schnell verlieren. Außerdem fragen mich immer wieder Kunden und Kursteilnehmer nach Empfehlungen. Daher habe ich hier meine Aufstellung an Produkten gemacht, welche ich selbst schon benutzt habe und wovon ich überzeugt bin. Der Buying Guide räumt den Dschungel etwas auf und soll eure Wahl unterstützen. Da hier und da doch einige Fachbegriffe verwendet werden, schau im Glossar vorbei.

Beginner

Wenn du gerade erst damit angefangen hast dich mit Fotografie zu beschäftigen und du mit einer „richtiger“ Kamera liebäugelst würde ich dir eine 1-Zoll Bridgekamera empfehlen. Wieso? Du bekommst ein rundum gut abgestimmtes Paket, was dir viel Spielraum für Kreativität zu einem guten Preis bietet. Der Sensor ist groß genug um qualitativ hochwertige Fotos zu erzeugen und das fest verbaute Objektiv bietet dir viel mehr Möglichkeiten (Von Makro über Weitwinkel bis hin zu Teleaufnahmen), eine bessere Lichtstärke, sowie bessere optische Qualität als jedes Einsteiger-Objektiv einer Systemkamera. Mit Bridgekameras kannst du erst einmal herausfinden, was du wirklich gerne fotografierst. Außerdem ein perfektes Gerät auf Reisen wenn es darum geht mobil zu bleiben.

Folgende Modelle sind empfehlenswert:

  • Panasonic Lumix FZ-1000II*
    • Bestes Preis / Leistungsverhältnis
    • 1-Zoll Sensor mit 20MP
    • 24-400mm Brennweite / Blende F2.8-4.0 / 3cm Naheinstellgrenze
    • Viel Zoom, gute Lichtstärke, 360° Klappdisplay, RAW
  • Sony RX-10 Mark II*
    • Lichtstärkstes Zoom / Guter Preis
    • 1-Zoll Sensor mit 20MP
    • 24-200mm Brennweite / F2.8 Konstant über den ganzen Zoombereich / 3cm Naheinstellgrenze
    • Guter Zoombereich, beste Lichtstärke, integrierter Graufilter, RAW, wetterfestes Gehäuse
  • Sony RX-10 Mark IV*
    • Stärkstes Zoom / Teuer
    • 1-Zoll Sensor mit 20MP
    • 24-600mm Brennweite / Blende F2.4-4.0 / 3cm Naheinstellgrenze
    • Am meisten Zoom, sehr gute Lichtstärke, RAW, 24fps Serienbild mit AF, extrem schnell, wetterfestes Gehäuse

Für Ambitionierte: Systemkamera

Spiegellose – „DSLM“ oder Spiegelreflex – „DSLR“?

Die gute alte Spiegelreflex oder auch DigitalSingleLensReflex Kamera hat noch lange nicht ausgedient. Klar, die Spiegellosen, sogenannten DigitalSingleLensMirrorless Kameras sind moderner und bieten viele Features, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Jedoch gibt es auch gute Gründe wieso eine DSLR immer noch von Vorteil ist, weshalb ich ihr so schnell auch nicht den Rücken kehren kann. Um sich Gedanken zu machen, was einem wichtig ist habe ich hier einige Vor- und Nachteile aufgeschrieben.

Vor- und Nachteile:

Spiegellos:

  • Pro:
    • What you see is what you get – Bevor überhaupt der Auslöser gedrückt wird sieht man praktisch schon das Endergebnis. Das spart Frustration und sorgt für mehr Präzision.
    • Leichter zu erlernen
    • Teilweise viel schneller als Spiegelreflexkameras (z.B. Sony A9 II)
    • Kleinere, leichtere Bodys, leichtere Objektive
    • Alte Objektive können oft einfach adaptiert werden
    • Fokuskontrolle bei Objektiven ohne Autofokus einfacher
    • Speedboosting, vor allem mit APS-C und MFT
  • Contra:
    • Kürzere Akkulaufzeiten als Spiegelreflexkameras
    • Bei Dauernutzung wird der Sensor warm was zu mehr Rauschen und Hotpixel führen kann.
    • Man sieht auf ein „Display“ im Sucher. Kann ein subjektiver Nachteil sein
    • Teilweise enorm teuer

Spiegelreflex:

  • Pro:
    • Man schaut direkt durch das Objektiv durch
    • Phasen-AF ist Standard
    • Preise teilweise günstiger
    • Sensor bleibt immer kühl, tendenziell Rauschfreier
    • Sehr ausgereift, größte Auswahl an Objektiven
    • Sehr lange Akkulaufzeiten
  • Contra:
    • Größer, schwerer
    • Schwieriger zu erlernen, da man das Ergebnis erst nach der Aufnahme sieht
    • Videofunktionen oft nicht so ausgereift wie bei Spiegellosen Systemen
    • Stärker gebunden an das Anschlusssystem, schlechte Adaptierbarkeit
    • So wie es aussieht ein langsam sterbendes System

Ja, das sind ziemlich viele Punkte und macht es noch nicht wirklich hilfreicher, eine Entscheidung zu fällen. Wichtig ist: Wie groß ist dein Budget? Hast du eine genaue Vorstellung davon, welche Fotos produzieren möchtest? Bist du experimentierfreudig? Fährst du lieber auf Nummer sicher, oder bist du bereit ein Risiko einzugehen? Kompromisslos oder nicht? All diese Fragen versuche ich nachfolgend ein bisschen einzustufen:

Mittelformat – MF

Wenn Geld keine Rolle spielt und du das Beste vom Besten haben möchtest gibt es nur einen Weg: Das Digitale Mittelformat. Die größten Sensoren mit den meisten, größten Pixeln, die schwersten Bodys, die größten Objektive. Ein unglaubliches Potenzial an Bildgewalt kann damit entfacht werden. Allerdings: Für Tier-, Sport-, und Reportage-Fotografie gibt es besser geeignete und viel günstigere Kameras. Mittelformat findet sich eher in der professionellen Landschafts-, Architektur- und Portrait-Fotografie. Spontan fallen mir hier Hasselblad, Leica, Pentax und Fujifilm ein.

Vollformat – FF

Die Ambitionen sind groß, größer, Vollformat! Mit Vollformatkameras bekommst du den Look, wie du es vielleicht schon vom analogen Kleinbildfilm gewohnt warst. Der „Goldstandard“.

Von Sony gibt es die Alpha A7* Mark I schon für unter 1000€. Ein sehr gutes Gerät um in das Vollformat einzusteigen. Von der A7 gibt es mittlerweile 4 Versionen (Mark I/II/III/IV), dann gibt es noch eine „S“ und „R“ Version. Die „R“ Version besitzt einen höher auflösenden Sensor und ist etwas langsamer, richtet sich also eher an die Landschaftsfotografen, die „S“ Version hingegen besitzt einen sehr lichtempfindlichen 12MP Sensor welcher für low-light und filmen besser geeignet ist. Die Standard-Version bietet (ohne R/S) aber ohnehin schon genug. Mit 24-Megapixeln Foto-Auflösung, einem sehr großen Dynamikumfang und sehr gutem Autofokus ist man mit der Standard Version schon bestens bedient. Btw: Mit den Sony Kameras kann man Canon EF Objektive recht gut mit einem Adapter betreiben. Also auch was für Systemumsteiger von Canon, die Objektive können weitestgehend weiterbenutzt werden.

Während Sony mit der Alpha 7 bereits 2014 ein neues „Zeitalter“ eingeläutet hat, haben Nikon und Canon, die zwei größten DSLR Kamerahersteller, den Hype verpennt und sind erst vor einiger Zeit in den Markt gestoßen. Sicherlich sind die Spiegellosen der beiden Traditionshersteller nicht schlecht, dazu kann ich aber wenig Auskunft geben. Vorteil ist sicherlich, dass man einen bestehenden Objektiv-Park mittels hauseigenen Adapter weiter an den Spiegellosen betreiben kann. Die Spiegelreflexkameras beider Hersteller kann ich Empfehlen, Nikon ist ein bisschen besser als Canon (außer vll. der EOS 1Dx MkII) was den Dynamikumfang des Bildsensors anbelangt.

Hier geht’s weiter zur kleinen, aber feinen Auswahl, eine Seite mit empfehlenswerten Equipment, womit ich selbst schon Erfahrung gesammelt habe!

to be continued.. derzeit arbeite ich an diesem Artikel! Schau später noch einmal vorbei.

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